Was sind die Gründe für einen speziellen Handaufzuchtplan für Sittiche und Papageien?

Dienstag 1 Januar 2013 in der Kategorie Handaufzucht

Es ist ein großartiges Gefühl, wenn die Elternvögel ihre Jungen aufziehen, genauso wie in der Natur. Die Umstände können es jedoch manchmal erfordern, dass ein Vogelliebhaber die Jungvögel von Hand aufzieht oder sie durch Handaufzucht zähmt. Ganz gleich, was der Grund für Handaufzucht ist, sie muss auf natürliche Weise unter Beachtung der Tatsache erfolgen, dass der Vogel ein Samenfresser ist.

Die meisten Papageien, die von Hand aufgezogen werden, sind samenfressende Tiere. Ihr Verdauungstrakt ist für die Verdauung von Samen ausgelegt. Sie haben normalerweise einen Schnabel, einen Kropf, einen Drüsenmagen, einen Kaumagen und einen Darmtrakt, ein System, das samenfressende Tiere von Natur aus haben und das Vogelliebhaber berücksichtigen müssen.

 

Schematische Übersicht über den Verdauungstrakt samenfressender Vögel

  • Schnabel (1)
  • Kropf (7)
  • Drüsenmagen (8)
  • Kaumagen (9)
  • Darmtrakt (13, 15, 16, 18, 22)
Schematisch overzicht verteringskanaal zaadetende vogel
  1. Schlund
  2. Luftröhre
  3. Bronchien
  4. Lungen
  5. Herz
  6. Speiseröhre
  7. Kropf
  8. Drüsenmagen
  9. Kaumagen
  10. Leber
  11. Gallenblase
  12. Milz
  13. Zwölffingerdarm
  14. Bauchspeicheldrüse
  15. Leerdarm
  16. Krummdarm
  17. Blinde Därme
  18. Dickdarm
  19. Nieren
  20. Harnleiter
  21. Bursa Fabricii
  22. Kloake
  23. Eierstock
  24. Magnum
  25. Isthmus
  26. Uterus
  27. Vagina
Übersicht über die inneren Organe eines (weiblichen) Vogels.

 

Aus diesem Grund ist es keine gute Idee, weiterhin Flüssigbreifutter zu verabreichen, bis die Jungvögel selbst Nahrung zu sich nehmen können. Wenn sie voll ausgewachsen sind, haben solche Vögel häufig einen weniger gut entwickelten Verdauungstrakt und können daher das für sie geeignete Futter (Samen) im Kaumagen nicht so gut verarbeiten, mit allen Nachteilen, die damit verbunden sind.

CéDé® hat daher einen Handaufzuchtplan speziell für diesen Zweck entwickelt, der die Entwicklung des Verdauungstrakts von samenfressenden Vögeln berücksichtigt.

Handaufzuchtplan:

Alter

CéDé-Handaufzucht

CéDé®-Eifutter für Großsittiche und Papageien*

Geschälte Sonnenblumenkerne *

Tag 1 – 5

          100 %

 

 

Tag 6 – 14

            75 %

                 25 %

 

Woche 3

            60 %

                 40 %

 

Woche 4 - 5

            50 %

                 50 %

 

Woche 6 -8

            35 %

                 35 %

               30 %     

Woche 9 - 12

            30 %

                 30 %

               40 %

* CéDé®-Eifutter für Großsittiche und Papageien und die geschälten Sonnenblumenkerne werden zuerst fein gemahlen, bevor sie in der Handaufzuchtzubereitung verarbeitet werden.

  • Nach Schlüpfen der Jungvögel dauert es einige Zeit, bis die Verdauung richtig funktioniert. Die Verdauungssäfte mit den darin gelösten Enzymen funktionieren noch nicht optimal. Die Jungen müssen in den ersten Tagen eine leicht verdauliche und flüssige Handaufzuchtnahrung erhalten. 
  • Da das Körpergewicht eines Jungvogels nach 14 Tagen das Dreifache des Geburtsgewichts erreichen kann, muss eine abwechslungsreiche Eiweißnahrung mit ausreichend Energie bereitgestellt werden. 
  • Und schließlich müssen für die richtige Entwicklung des Verdauungstrakts samenfressender Vögel geschälte und gemahlene Sonnenblumenkerne in der Handaufzuchtzubereitung verarbeitet werden. Dadurch wird ein festerer Brei erreicht, der vom Verdauungstrakt mehr Anstrengung fordert, sodass sich Kropf, Drüsenmagen und Kaumagen optimal entwickeln können. Wenn samenfressende Jungvögel so aufgezogen werden, lernen sie, Samen besser zu verdauen.
Was sind die Gründe für einen speziellen Handaufzuchtplan für Sittiche und Papageien?